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Gründergeschichte

Vom Café-Besitzer zum
Plattform-Gründer:
Wie Eumarco entstand

Andrei Muntean verkaufte sein Gastronomie-Unternehmen in Deutschland und erlebte am eigenen Leib, wie kaputt der europäische Markt für Unternehmensverkäufe ist. Was er danach baute, verändert die Branche — still, aber konsequent.

Eumarco Redaktion
9. August 2026
⏱ 8 Min. Lesezeit
Vom Café-Besitzer zum Plattform-Gründer: Wie Eumarco entstand | Eumarco

Es gibt Momente, in denen man versteht, dass etwas grundlegend falsch läuft — nicht durch Marktforschung, nicht durch Beraterdossiers, sondern durch den eigenen Schmerz. Für Andrei Muntean war dieser Moment der Verkauf seines Unternehmens.

Muntean hatte jahrelang Café le Boulevard aufgebaut — ein regionales Gastronomie- und Bäckereinetzwerk in der Region Aachen. Was 2019 mit der ersten Filiale in Geilenkirchen begann, wuchs schnell: 2021 eröffnete die zweite Filiale in Übach-Palenberg — mit einer eigenen Backstube, zwei Bäckern in Vollzeit, einer Konditorin und einem Café-Bereich. Die gesamte Produktion lief über diese Filiale. 2024 kam ein dritter Standort in Aachen als Verkaufsstelle hinzu. Auf dem Höhepunkt beschäftigte Café le Boulevard 14 Vollzeitmitarbeiter und 10 Minijobber. Die Aachener Zeitung berichtete über das Unternehmen — unter anderem im Zusammenhang mit den bürokratischen Anforderungen für Bäckereibetriebe in Deutschland.

Im August 2025 wurden alle drei Filialen verkauft. Und damit begann eine andere Art von Lehrzeit.

„Ich dachte, der schwierige Teil wäre der Aufbau. Aber der Verkauf war in mancher Hinsicht noch frustrierender. Es gab keine transparenten Prozesse, keine strukturierten Wege für internationale Käufer — und am Ende vermittelte alles ein Makler, der einen erheblichen Teil des Erlöses einsteckte."

— Andrei Muntean, Gründer von Eumarco

Ein Markt, der für Unternehmer nicht funktioniert

Was Muntean beim Verkauf seines Unternehmens erlebte, ist kein Einzelfall. Es ist die Realität für Hunderttausende Unternehmer in Europa. Laut IfM Bonn stehen im Zeitraum 2026 bis 2030 rund 186.000 Unternehmen allein in Deutschland vor einer Übergabe. Über 240.000 Inhaber erwägen laut KfW Nachfolge-Monitoring 2025, ihren Betrieb zu schließen — nicht weil das Unternehmen wertlos wäre, sondern weil sie keinen geeigneten Käufer finden.

Das Problem ist strukturell. Der europäische Markt für Unternehmensverkäufe ist fragmentiert: Jedes Land hat seine eigenen Plattformen, seine eigenen Prozesse, seine eigene Sprache. Wer als Unternehmer aus Rumänien einen deutschen Betrieb kaufen oder als österreichischer Investor in eine spanische Firma investieren möchte, steht vor einem Labyrinth aus unterschiedlichen Plattformen, Sprachbarrieren und nicht standardisierten Prozessen.

🗺️
Fragmentierter Markt
Jedes europäische Land hat eigene Plattformen und Prozesse. Grenzüberschreitende Transaktionen sind unnötig komplex.
🔍
Käuferqualität unklar
Verkäufer erhalten Anfragen ohne Qualifizierung — keine Überprüfung der Identität, Bonität oder Ernsthaftigkeit des Interesses.
📄
Kein strukturierter Prozess
NDA per Post, Datenraum über separate Tools, Kommunikation über E-Mail — alles dezentral, fehleranfällig, langsam.
💸
Hohe Maklerprovisionen
Klassische M&A-Berater verlangen 3–7% des Kaufpreises. Bei einem Verkauf für 1 Mio. € gehen bis zu 70.000 € an den Vermittler.

Die Idee: Was, wenn das ganz anders gehen würde?

Nach dem Verkauf seines Unternehmens begann Muntean, eine Frage zu verfolgen, die ihn nicht losließ: Warum ist dieser Markt so undigitalisiert, während gleichzeitig Immobilien, Hotels und Stellenangebote längst über einfach zu bedienende europäische Plattformen zugänglich sind?

Die Analogie ist treffend. Booking.com hat den Hotelmarkt nicht erfunden — es hat ihn zugänglich gemacht. LinkedIn hat das Recruiting nicht erfunden — es hat professionelle Netzwerke digitalisiert. Der Markt für Unternehmenstransaktionen wartete noch auf diesen Moment.

„Meine Vision war einfach: Unternehmensverkäufe in Europa sollen irgendwann genauso zugänglich sein wie die Buchung eines Hotels. Nicht für Konzerne — sondern für den Bäckermeister in Deutschland, den IT-Unternehmer in Polen, den Pflegedienst-Inhaber in Österreich."

— Andrei Muntean, Gründer von Eumarco

Was folgte, war keine Gründung aus dem Hörsaal, sondern aus der Praxis: Muntean kannte die Probleme nicht aus Büchern, sondern aus eigener Erfahrung als Unternehmer, als Verkäufer, als jemand, der den Prozess von innen gesehen hatte. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Cluj-Napoca, Rumänien — einem der aufstrebenden Tech-Zentren Europas.

Die Geschichte von Eumarco: Von der Idee zur Plattform

2019
Gründung Café le Boulevard — erste Filiale in Geilenkirchen
Andrei Muntean eröffnet die erste Filiale von Café le Boulevard in Geilenkirchen, Region Heinsberg (NRW). Das Konzept: hausgemachte Backwaren, Café-Betrieb, regionale Qualität. Der Grundstein für ein wachsendes Netzwerk ist gelegt.
2021
Zweite Filiale in Übach-Palenberg — mit eigener Backstube
Die zweite und größte Filiale öffnet in Übach-Palenberg. Hier entsteht das Produktionszentrum des gesamten Netzwerks: eigene Backstube mit zwei Bäckern in Vollzeit, eine Konditorei mit Konditorin und ein vollwertiger Café-Bereich. Die Aachener Zeitung berichtet über das Unternehmen.
2024
Dritter Standort in Aachen — Expansion in die Großstadt
In Aachen eröffnet Café le Boulevard als Verkaufsstelle. Das Netzwerk umfasst nun drei Standorte mit insgesamt 14 Vollzeitmitarbeitern und 10 Minijobbern.
August 2025
Verkauf aller drei Filialen — und eine ernüchternde Erfahrung
Muntean verkauft alle drei Filialen. Der Verkaufsprozess offenbart die strukturellen Schwächen des Marktes: fehlende digitale Prozesse, unqualifizierte Anfragen, intransparente Abläufe und hohe Maklerkosten. Diese Erfahrung wird zur Keimzelle einer neuen Idee.
Gründung
Eumarco entsteht — Sitz in Cluj-Napoca, Rumänien
Die Plattform wird lanciert. Sitz ist Cluj-Napoca, eines der führenden Tech-Zentren Südosteuropas. Von Anfang an ist die Plattform auf mehrere europäische Länder ausgelegt — nicht als lokales Angebot mit späterer Expansion, sondern als europäisches Produkt von Tag eins.
Heute
Aktiv in 7 europäischen Ländern — mit wachsendem Netzwerk
Eumarco ist in sieben europäischen Ländern aktiv und vernetzt Unternehmensverkäufer, Käufer, Investoren, Franchisegeber und professionelle Partner wie M&A-Berater, Rechtsanwaltskanzleien und Steuerberater auf einer gemeinsamen Plattform.

Was Eumarco anders macht — und warum das wichtig ist

Eumarco ist nicht die erste Plattform für Unternehmensverkäufe. Es ist auch nicht die bekannteste. Aber es ist die einzige, die konsequent versucht, die strukturellen Probleme zu lösen, die Muntean selbst erlebt hat — statt nur eine weitere Anzeigenplattform zu bauen.

1
0% Erfolgsprovision — kein Maklerhonorar beim Abschluss
Das war die erste und wichtigste Entscheidung. Muntean hatte selbst erlebt, wie ein erheblicher Teil des Verkaufserlöses an Vermittler ging. Eumarco erhebt keine Erfolgsprovision — weder beim Inserieren noch beim Abschluss. Bei einem Unternehmensverkauf für 1 Mio. € bedeutet das im Vergleich zu einem klassischen Makler eine Ersparnis von bis zu 70.000 €.
2
Verifizierte Käufer nach ECBB-Standard
Das zweite Problem, das Muntean kannte: unqualifizierte Anfragen. Kaufinteressenten auf Eumarco durchlaufen einen mehrstufigen Verifizierungsprozess nach dem ECBB-Standard (European Corporate Brokerage Standard) — mit Unternehmensverifizierung, Identitätsprüfung (KYB) und Finanznachweis. Verkäufer erhalten nur Kontakt von Interessenten, die ihre Ernsthaftigkeit bereits nachgewiesen haben.
3
Digitales NDA direkt auf der Plattform
Kein Papier, kein separates Dokument, keine Verzögerung. Kaufinteressenten unterzeichnen die Geheimhaltungsvereinbarung direkt digital auf der Plattform — bevor sie den Unternehmensnamen oder vertrauliche Dokumente sehen. Vollständig rechtskonform nach deutschem Recht.
4
Sicherer Datenraum für vertrauliche Unterlagen
Jahresabschlüsse, Verträge, Kundenlisten — alles läuft über einen verschlüsselten Datenraum, der direkt in die Plattform integriert ist. Keine externen Tools, kein E-Mail-Versand sensibler Dokumente, kein Kontrollverlust über die eigenen Daten.
5
7 europäische Länder — ein Netzwerk
Das war der ursprüngliche Gedanke: ein europäischer Marktplatz, nicht ein nationaler. Eumarco verbindet Verkäufer und Käufer aus sieben europäischen Ländern — und integriert dabei lokale Partner wie M&A-Berater, Steuerberater und Rechtsanwaltskanzleien, die grenzüberschreitende Transaktionen begleiten können.
7Länder
Europäische Märkte aktiv auf der Plattform
0%
Erfolgsprovision beim Abschluss für Verkäufer
30Tage
Kostenlos testen — ohne Kreditkarte, ohne Kündigungsfrist

Die Vision: Ein europäisches Ökosystem für Unternehmenstransaktionen

Eumarco versteht sich nicht als klassische Unternehmensbörse. Die langfristige Vision ist ambitionierter: ein digitales europäisches Ökosystem, in dem Unternehmer, Investoren, Franchisegeber und professionelle Berater unabhängig von nationalen Grenzen miteinander zusammenarbeiten können.

Das bedeutet konkret: Auf der Plattform können nicht nur Unternehmen zum Kauf inseriert werden, sondern auch Investitionsmöglichkeiten, Franchisekonzepte und strategische Partnerschaften. Professionelle Partner — M&A-Berater, Steuerberater, Anwaltskanzleien — sind direkt in das Ökosystem integriert und können Transaktionen begleiten.

„Wir wollen Unternehmensübernahmen in Europa irgendwann genauso zugänglich machen, wie internationale Plattformen heute den Zugang zu Immobilien, Hotels oder Arbeitsplätzen ermöglichen. Einfach. Transparent. Grenzüberschreitend."

— Andrei Muntean, Gründer von Eumarco

Eumarco richtet sich dabei explizit an kleine und mittlere Unternehmen — jene 186.000 Betriebe, die bis 2030 einen Nachfolger suchen, und jene Käufer, die nicht über das Netzwerk einer Großbank oder einer M&A-Boutique verfügen, aber trotzdem seriös und finanzstark sind.

Mehr als eine Plattform: Ein rumänischer Unternehmer kann sein Unternehmen über Eumarco inserieren und Investoren aus Deutschland, den Niederlanden oder Italien erreichen. Gleichzeitig können spezialisierte Partner aus verschiedenen europäischen Ländern die rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche Begleitung der Transaktion übernehmen. Das ist der Unterschied zwischen einer Anzeigenplattform und einem Ökosystem.

Der Gründer: Andrei Muntean

Andrei Muntean — CEO & Gründer von Eumarco

Andrei Muntean

Gründer & CEO, Eumarco · Cluj-Napoca, Rumänien

Andrei Muntean gründete 2019 Café le Boulevard — mit der ersten Filiale in Geilenkirchen. Bis 2024 wuchs das Netzwerk auf drei Standorte (Geilenkirchen, Übach-Palenberg, Aachen) mit eigener Backstube, 14 Vollzeitmitarbeitern und 10 Minijobbern. Im August 2025 verkaufte Muntean alle Filialen. Die Erfahrungen aus diesem Prozess — fragmentierte Plattformen, unstrukturierte Käuferanfragen, hohe Maklerkosten — führten zur Gründung von Eumarco. Über sein Unternehmen berichtete unter anderem die Aachener Zeitung im Zusammenhang mit bürokratischen Anforderungen für Bäckereibetriebe in Deutschland.


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